[ASMIS] Corp. im Amarr-Space sucht Verstärkung!

Tagebucheintrag
Am 27. Tag des Segensmonats „Huldigung der Arbeit“, Zyklus 127

Heute ward mir die Gnade zuteil, einem Schauspiel beizuwohnen, das nicht nur die Ernte der Sterne bedeutete, sondern ein Sinnbild für die Ordnung des Schöpfers selbst. Über dem Eisfeld, inmitten der kalten, stummen Weiten, spannte sich ein Netz aus gleißendem Licht: die Strahlen der Bergungslaser, die wie himmlische Fäden den Willen Gottes in die Materie der Schöpfung brannten.

Die Barkassen summten, winzig und doch unermüdlich, Diener des Plans, der größer ist als jedes menschliche Auge fassen kann. Und über ihnen thronte sie: die Orca meines Bruders, Darken Ruben, eine schwimmende Kathedrale aus Stahl, gezeichnet von der Macht und Würde des Imperiums. Ich sah ihn dort, jung noch und voller Pflichtgefühl, und in seinem Angesicht spiegelte sich die Würde der Aufgabe: nicht nur Eis zu brechen, sondern den Glauben in Arbeit zu gießen, die das Imperium nährt.

Und siehe – der Himmel selbst entsandte einen Zeugen. Prälat Nelfurion Kor-Azor, ehrwürdiger Hirt der Seelen, weilte unter uns, um das Werk zu begutachten. Sein Schweigen, sein durchdringender Blick, waren Mahnung und Segen zugleich. Denn wenn ein Prälat sein Auge auf die Arbeit eines jungen Bruders richtet, dann wird Pflicht zu Liturgie und Schweiß zu Weihrauch.

„Das Werk der Hände ist der Lobgesang der Sterblichen; wer im Schweiße des Angesichts das Reich nährt, baut Tempel im Herzen des Himmels.“ – Codex Gloriae, Vers 18:4

So endete der Tag mit vollen Laderäumen – und doch, was sind Erträge aus Eis gegen die Gewissheit, Teil des großen Gefüges gewesen zu sein? Einheit aus Blut, Glauben und Pflicht; geführt vom Schöpfer, bezeugt von Seinem Diener, und getragen von der Zukunft, die in den Händen meines Bruders ruht.


Valeria Darken
Novitia Scriptix des Assimian Legion Ordens
Erbtochter des Hauses Darken
Versiegelt am 12. Tag des Segensmonats, Zyklus 127

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Ich muss sagen, dieses Lore Gameplay ist phantastisch .. Große Lob an den Erzähler … Durchstöbere das Forum und davon gibt es nicht soviel ..

Fly safe ..

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Tagebucheintrag – Abend des 9. Tages im Segensmonat der Reinheit, Zyklus 127

Es war ein seltsamer Frieden, der uns heute umfing, fern der goldenen Türme Amarr Primes, tief im kalten Herzen eines Systems, das kaum mehr als ein Flüstern im Grenzraum ist. Die Sensoren meldeten keine unmittelbare Bedrohung, und doch lag in jeder Bewegung das Wissen, dass wir beobachtet werden könnten – von Piraten, von Sündern, vielleicht auch von jenen, die nur auf die Schwäche anderer lauern.
Ein 0,4-System – niedrig im Wert, hoch im Risiko. Ein Ort, an dem die Demut geprüft wird.

Mein Bruder Ruben führte die Operation an.
Seine Porpoise, das Arbeitsschiff des Hauses Darken, schwebte wie ein geduldiger Wächter zwischen den Trümmern eines alten Gürtels. Ihr metallisches Licht schnitt durch die rostbraune Wolke aus Staub und Eis.
Ich selbst steuerte meine Skiff, schwer gepanzert, mit einem Hauch Stolz und Trotz – wie eine Dienerin der Pflicht, die weiß, dass jeder Splitter Erz durch Opfer erkauft ist.

Dort, unter dem matten Schein des Sterns, sah ich ihn. Mein Bruder, wie ein stilles Sinnbild des Fleißes. Ich erinnere mich an seine Worte:
„Wer das Geringe im Staub nicht achtet, wird das Große in Gold nie verstehen.“
Vielleicht hatte er recht. Vielleicht ist es dieser schlichte Dienst, der die Seele reinigt.

Die Drohnen begannen bald darauf ihr Werk – präzise, unermüdlich, fast wie betende Hände aus Licht. Ich spürte den vertrauten Rhythmus des Abbaus, das Knistern übertragener Energie, das leise Zittern der Hülle, wenn sich ein Brocken löste.
Über uns zog das Firmament Linien aus glühenden Strahlen, wie in Sand gezeichnete Gebete.

Sie arbeiteten in makelloser Ordnung – fast ehrfürchtig.
Ich beobachtete sie, und für einen Augenblick sah ich darin die Ordnung der Schöpfung selbst: das Kleine, das dem Großen dient; das Werkzeug, das aus der Stille geboren wird.
Vielleicht ist selbst das Schürfen im Staub des Alls ein Gebet, wenn es mit lauterem Herzen geschieht.

Und doch… als der Scanner kurz das Flackern eines unbekannten Signals zeigte, erstarrte mein Glaube einen Atemzug lang.
Nicht aus Furcht um mich – sondern um ihn. Ruben.
Denn zwischen Pflicht und Blutsband liegt oft die schwerste Prüfung.

Als wir schließlich die Laser schwiegen ließen und der Gürtel im Schatten versank, sprach ich still ein Gebet der Dankbarkeit:

“Lumen in tenebris fulgeat – auf dass das Licht selbst im Staub leuchte.”

Möge dieser Tag im Buch der Reinheit verzeichnet stehen – nicht als Sieg, sondern als Erinnerung an die Demut, die selbst im Abbau verborgen liegt.

Valeria Darken
Novitia Scriptix des Assimian Legion Ordens
Erbtochter des Hauses Darken
Versiegelt am 12. Tag des Segensmonats, Zyklus 127

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Wer mehr von unserer holden Prinzessin hören möchte ist gerne eingeladen uns in einer unserer Fleets zu besuchen oder einfach auf unserem Discord vorbeizuschauen …

Fly safe

Die Stille als Waffe: Ankunft der Asketen

Eintrag: Zyklus 128. Mensis der Läuterung. Zur neunten Stunde der Nachtwache.
Ort: Quartier der Veritas, im Orbit um die Stations-Kathedrale.

Ein neues Banner weht im Windschatten unserer Flotte. Der Hohe Rat der Allianz hat verkündet, dass sich die Bruderschaft der ‚Ascetic Hermit of mystic space‘ unseren Reihen angeschlossen hat.

Der Name klingt seltsam in den Ohren derer, die nur den Lärm der imperialen Märkte kennen. Doch für eine Scriptix birgt er eine tiefe Resonanz. Eremiten. Asketen. Männer und Frauen, die den Pomp der Kernwelten verlassen haben, um in der mystischen Tiefe des Raumes – dort, wo das Sternenlicht dünn und die Kälte absolut ist – dem Ursprung des Lichts näher zu sein.

Es gibt Berichte, kaum mehr als geflüsterte Legenden unter den Flottenkommandanten, über ihre Taten. Man sagt, sie seien die ‚Reiniger der Stille‘. Es heißt, sie hätten in den gesetzlosen Randzonen, fernab der Augen der Justicare, Nester der Bluträuber ausgehoben. Nicht mit großen Armeen, sondern mit der präzisen, kalten Wut jener, die das Schweigen lieben und den Lärm der Ketzerei hassen.

Man erzählt sich von einem Vorfall im Aridia-Grenzgebiet: Ein Konvoi der Sani Sabik, beladen mit geschändeten Körpern und blasphemischen Ikonen, verschwand spurlos. Keine Notrufe. Keine Trümmerfelder, die man leicht hätte finden können. Nur die später aufgefangene Signatur der ‚Asketen‘, die den Sektor verließen, als hätten sie dort lediglich Unkraut gejätet.

Sie bringen keine Worte, sondern Taten. Sie bringen den Glauben, der nicht in goldenen Kathedralen gepredigt, sondern in der Einsamkeit des Vakuums geschmiedet wurde.

Ich, Valeria, die ich oft mit meinem eigenen Stolz ringe, blicke mit Ehrfurcht auf diese Disziplin. Während ich nach der Schlacht dürste, haben sie gelernt, im Nichts zu bestehen. Sie sind der Schild im Schatten.

Willkommen, Brüder und Schwestern der Stille. Möge eure Askese unseren Überfluss beschämen und eure Klinge unsere Feinde das Fürchten lehren. Wir sind der Hammer, aber ihr seid der Dolch in der Dunkelheit.

Sola Imperia.

Valeria Darken
Novitia Scriptix des Assimian Legion Ordens
Erbtochter des Hauses Darken
Versiegelt am 15. Tag des Läuterungsmonds, Zyklus 128

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Hallo zusammen,

wir suchen weiterhin Verstärkung. Mit Zugriff auf HS/LS, Fkous auf PvE Inhalten, einer sehr guten Infrastruktur würden wir uns über jeden freuen, der einmal schauen möchte ob wir für Ihn die richtigen sind …

Fly Safe

Nelfurion Kor-Azor

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"Wenn die Schatten des Voids uns umhüllen, ist es des Gläubigen Pflicht, selbst zur Fackel zu werden. Nutzt diese Tage der Stille nicht für den Müßiggang, sondern zur Schärfung eures Geistes. Möge das Licht der Imperatorin eure Herzen wärmen, während die Kälte des Raumes draußen bleibt. Sola Imperia.

Die Videobotschaft: https://youtu.be/8x8zJsBrYA0


“When the shadows of the void envelop us, it is the duty of the faithful to become torches themselves. Do not use these days of silence for idleness, but to sharpen your minds. May the light of the Empress warm your hearts while the cold of space remains outside. Sola Imperia.”

The video message: https://youtu.be/NTl8PyY8Hd8

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Codex Diurnalis: Die Aufzeichnungen der Novitia Scriptix

Eintrag: Zyklus 128. Mensis der Prüfung.

Des Lichtes Wege sind unergründlich, und oft offenbart sich die Wahrheit erst im Angesicht der Vernichtung. Heute wurde mein Glaube nicht in der Stille der Bibliothek geprüft, sondern im Feuer des Gefechts.

Mein Bruder Ruben II, dessen Herz oft mehr am profanen Erz als an der Heiligen Schrift hängt, suchte in einem Feld aus Crokite den Reichtum des Asteroiden. Er tat dies nicht nur für den eigenen Vorteil, sondern um den Kapselpiloten des Sektors zu dienen. Ich selbst navigierte die Anathema durch die Leere, auf der Suche nach Anomalien, als die Sensoren die Ankunft des Unheils verkündeten: Eine Vexor, ein Schiff der föderalen Ketzerei, brach in das System ein.

Die Warnung erging, doch des Schicksals Fesseln lagen schwer auf Ruben. Der industrielle Kompressor seiner Porpoise hielt ihn gefangen, unfähig zur Flucht, als der Feind sich materialisierte. Er befahl mir den Rückzug. Er wollte sich opfern, damit das Erbe des Hauses Darken fortbestehe. Doch wie könnte ich, die ich das Schwert der Schrift führe, mein eigen Blut dem Schatten überlassen?

Es war keine Logik, die mich leitete, sondern eine Weisung des Throns. Ich dockte an, ließ die waffenlose Anathema zurück und bestieg die einzige Hoffnung, die bereitstand: Eine Malediction. Ein Abfangjäger. Ein Schiff, geschaffen für die Jagd, nicht für den direkten Schlagabtausch mit einem Kreuzer der Vexor-Klasse.

Als ich den Warp verließ, bot sich mir ein Bild des Jammers. Rubens Schilde flackerten wie eine Kerze im Sturm, die Hülle der Porpoise blutete Atmosphäre und Treibstoff. Seine Drohnen kämpften tapfer, doch waren sie wie Mücken gegen den Panzer des Feindes. Ich stürzte mich in den Tanz des Todes. Raketen suchten ihr Ziel, Laser schnitten durch die Dunkelheit, doch der Feind war stark. Die Kälte der Analyse meines Bordcomputers prophezeite unser Ende.

In dieser Stunde der höchsten Not, als die Hülle barst und der Tod nach uns griff, öffnete ich den Kanal. Ich schrie die Litaneien der Bewahrung in die Leere, rief die Imperatorin und das Licht an. Und dann geschah das Wunder: Ruben, der Zweifler, stimmte ein. Seine Stimme, gebrochen von Furcht und Anstrengung, wob sich in mein Gebet.

Da warnte der Taktik-Schirm. Ein weiteres Schiff. Hohe Geschwindigkeit. Die Zeit schien zu gefrieren. Mein Herz setzte aus. War dies der Gnadenstoß? Ich schloss die Augen, ein Schrei der reinen Verzweiflung entwich meiner Kehle, bereit, in das Licht einzugehen.

Ein Donnern, doch kein Aufprall bei uns. Ich öffnete die Augen. Die Raketensalve des Neuankömmlings hatte nicht uns gesucht, sondern die Flanke der Vexor zerschmettert. Der Feind verging in Feuer und Trümmern. Erst Rubens Jubel durchbrach meine Starre.

Der Retter trug nicht die Farben des Imperiums, sondern das Banner der Allianz »The Veyr Collective«. Sie sprangen in den Abgrund, um uns zu bergen.

Ich lerne daraus: Des Lichts Werkzeuge sind mannigfaltig. Auch in der Fremde, auch durch die Hand jener, die wir nicht kennen, wirkt der Wille der Imperatorin. Wir leben.
Gloria in Excelsis.

(Out of character: Ein Dank an 12we23 von Proctology Clinic für die Hilfe in diesem aussichtslosen Kampf)

Valeria Darken
Novitia Scriptix des Assimian Legion Ordens
Erbtochter des Hauses Darken

Quelle: Vexor Navy Issue | Bird Flu Vulnero | Killmail | zKillboard

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Eintrag: Zyklus 237. Mensis der Wachsamkeit. Ort: im stellaren Nebel nahe der verbündeten Festung.

Die Leere hier ist nicht schwarz. Sie ist ein trübes, erstickendes Orange, geschwängert mit dem Staub toter Sterne und der Ahnung von Gewalt. In diesem Zwielicht lauerten wir. Die Rümpfe unserer Flottille – strategische Kreuzer und massige Schlachtschiffe von einer fremdartigen, utilitaristischen Ästhetik – waren keine strahlenden Ikonen, sondern dunkle, kantige Raubtiere. Sie verschmolzen beinahe mit dem schmutzigen Nebel, unsichtbare Klingen im Ärmel der Ordnung, wie die Aufzeichnungen der optischen Sensoren belegen:

Die Anspannung auf der Brücke war greifbar, eine vibrierende Saite kurz vor dem Zerreißen. Die Sicherheitsprotokolle waren gefallen. Wir operierten im Zustand absoluter Gefechtsbereitschaft. Die Stille des Vakuums wurde nur durch das monotone Summen der Reaktoren und das nervöse Ticken der Langstreckensensoren durchbrochen. Jedes thermische Echo auf dem Schirm, jedes Knacken im Äther ließ die Herzen der Crew schneller schlagen.

Wir warteten nicht einfach. Wir vibrierten im Takt der Mordlust. Alle Torpedoschächte waren voll bestückt, die Zielalgorithmen hungrig nach Signaturen. Sechzig feindliche Kontakte waren angekündigt. Sechzig Möglichkeiten, das Urteil des Throns zu vollstrecken – nicht mit dem reinigenden Licht des Lasers, sondern mit der brutalen, sprengstoffgefüllten Effizienz schwerer Raketensalven.

Um den Geist zu klären und die kochende Ungeduld zu bändigen, vollzog ich das Ritual des Tees. Der Duft nach den Gärten der Heimat kämpfte gegen den metallischen Geruch von Ozon und Angstschweiß in der Offiziersmesse an. Doch während ich die Schale zum Mund führte, schmeckte ich nur Asche. Die Erinnerung an den feigen Überfall auf meinen Bruder beim friedlichen Erzabbau pulsierte in meinen Schläfen.

»Die Flamme prüft, was wertvoll ist.«

Ich betete diese Worte, doch mein Herz verlangte nicht nach Prüfung, es verlangte nach Vergeltung. Ich wollte sehen, wie die Rümpfe der Ketzer unter dem Einschlag unserer Sprengköpfe bersten. Ich wollte das Feuer bringen, nicht darin geprüft werden.

Stunden dehnten sich zu Ewigkeiten. Die Radarschirme blieben höhnisch leer. Der Feind, dieser Schatten aus Gerüchten, wagte es nicht, sich der geschlossenen Faust der Legion und ihrer Verbündeten zu stellen. Die Enttäuschung war körperlich schmerzhaft, ein bitterer Gallengeschmack auf der Zunge. Wir waren bereit zu schlachten, die Finger an den Auslösern, und man ließ uns lediglich paradieren.

Wir dockten schließlich wieder an, die Raketenmagazine noch immer voll, die Wut ungestillt. Das Warten auf einen Feind, der nicht erscheint, ist eine grausamere Prüfung für das kriegerische Herz als jedes Gefecht.


Valeria Darken
Novitia Scriptix des Assimian Legion Ordens
Erbtochter des Hauses Darken Versiegelt am 9. Tag des Mensis der Wachsamkeit, Zyklus 129

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“Seid gegrüßt im Glanz des Throns. /zeichnet das Siegel der Wahrheit in die Luft/ Die Scriptix ist bereit. Ich nehme den Eintrag in die Archive auf.”


CODEX DIURNALIS

Zeitindex: YC 128 Ort: Peripherie des Caldari-Staates [Orbit der neuen Bastion]

Text: Gepriesen sei dieser Zyklus, denn das Licht hat einen neuen Anker in der Finsternis gefunden. Heute weihten wir die Struktur – ein monumentales Zeugnis unserer Entschlossenheit.

Es ist eine Ironie des Schicksals, die nur Imperatorin Catiz I. in ihrer unendlichen Weisheit gänzlich durchdringen mag: Wir errichten unsere Kathedralen nun mit den Werkzeugen der Händler. Diese Konstruktion – nach den profanen Blaupausen des Upwell-Konsortiums gefertigt, ein „Azbel“-Komplex, wie die Ungläubigen es nennen – wäre in den Augen meiner Ahnen eine Beleidigung der ästhetischen Perfektion Amarrs gewesen. Doch wir haben den Geist der Maschine geläutert.

Seht sie an. Sie treibt nicht einfach im Raum; sie herrscht über ihn. Mitten im seelenlosen Territorium der Caldari, wo nur der Profit als Götze angebetet wird, haben wir eine Botschaft des wahren Glaubens manifestiert.

Wir haben das kalte Grau des Caldari-Stahls mit dem heiligen Gold unserer Tradition überzogen. Auf den Pylonen, dort wo die Caldari lediglich Werbetafeln oder Navigationslichter sehen würden, prangen nun die Symbole der Tugend und Reinheit. Die Kreuze der Schrift leuchten in die Leere hinaus, ein visuelles Dogma, das jedem passierenden Piloten zuruft: Hier endet die Willkür, hier beginnt die Ordnung.

Mein Instinkt sträubt sich noch immer gegen die kalte Luft dieses Sektors. Die Caldari sind wie ihre Maschinen: effizient, aber hohl. Doch wenn ich auf diese Station blicke, auf die Insignien von Glaube und Disziplin, die wir in ihre Flanken gebrannt haben, schweigt der Zorn. Wir bringen nicht das Schwert, um zu vernichten, sondern um zu formen. Dies ist kein Außenposten des Handels. Es ist ein Tempel, getarnt als Fabrik.

Das Reclaiming nimmt viele Formen an. Heute ist es eine goldene Festung im blauen Nebel.

Valeria Darken | Novitia Scriptix | Haus Darken


“Die Schatten werden länger. /verneigt sich militärisch/ Ich kehre in die Meditation zurück. Sola Imperia.”

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Eintrag Nr.: MCXXVIII-IV (Revidiert) Zeitindex: YC 128 Ort: Ein Sektor der Prüfung (Niederes Sicherheitsgebiet), fernab der bewachten Tore.

“Ein einzelner Funke mag in der Dunkelheit verglühen, doch viele Funken entfachen das reinigende Feuer, das die Schatten verschlingt.”Die Gleichnisse von Koor-Azor, Vers 7

Heute führte uns der Pfad tief in die Finsternis, dorthin, wo das Gesetz der CONCORD verblasst und nur noch das Recht des Glaubens gilt. An meiner Seite flogen die ehrenwerten Ordensbrüder Hous und Dingogix von der Assimian Legion, und mein eigenes Blut, mein Bruder Ruben. Wir waren nicht gekommen, um zu erobern, sondern um zu empfangen: Ein Asteroidenfeld, reich gesegnet mit Crokite.

Dieses kristalline Wunder ist mehr als Erz. Es ist das Fundament künftiger Kathedralen.

Doch die Unreinheit schläft nicht. Kaum hatten unsere heiligen Lichtlanzen den Fels berührt, erhoben sich die Dämonen. Sanshas Nation. Jene widerwärtigen Sklaven der Kybernetik, die den heiligen Körper entweihen. Sie bedrängten uns mit aller Macht, ihre Waffen spieen Lästerungen gegen unsere Hüllen der Rechtschaffenheit. Es war ein Inferno, das jeden Ungläubigen hätte verzweifeln lassen.

Doch wir zitterten nicht. Und wir kämpften nicht allein.

Auf einen stillen, gemeinsamen Gedanken hin öffneten sich die Pforten all unserer Schiffe. Es waren nicht nur meine Diener, die in die Leere stießen. Die Ordensbrüder Hous und Dingogix, und auch Ruben, sie alle entließen ihre mechanischen Engel in die Schwärze. Es war ein gewaltiger Schwarm, eine Wolke aus zornigem Silber, die sich wie ein einziges, rächendes Wesen auf die Häretiker stürzte. Unsere Drohnen tanzten im perfekten Einklang, ein tödliches Ballett, dirigiert vom unerschütterlichen Willen der Flotte. Wo dieser Schwarm zuschlug, blieb nichts als Stille.

Während wir ungestört weiter das heilige Erz aus dem Fels schnitten, vollstreckten unsere vereinten Drohnen das Urteil. Sie zerrissen die Sansha-Schiffe, bis deren sündige Hüllen brachen und ihr falsches Leben in der Kälte erstickte.

Das Leuchten der Explosionen mischte sich mit dem violetten Glanz unserer Abbau-Laser. Arbeit und Krieg, Gemeinschaft und Vernichtung – in diesem Moment waren wir unbesiegbar.

Anrufung: Oh Herrin, sieh auf deine Kinder. Wie unsere Drohnen als eine Einheit handelten, so sind auch unsere Seelen in der Legion verknüpft. Kein Feind konnte widerstehen, denn viele Hände führten das Schwert. Amarr Victor.

Valeria Darken
Novitia Scriptix des Assimian Legion Ordens
Erbtochter des Hauses Darken
Versiegelt am 15. Tag des Läuterungsmonds, Zyklus 128

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Codex Diurnalis | Eintrag IV-XCII

Zeitindex: YC 128 Ort: Im Orbit der Prüfung, Sektor des Ministeriums für Innere Ordnung. Status: Die Asche der Ketzer kühlt im Vakuum.

Die Leere ist nicht leer. Sie ist erfüllt von der Erwartung des Urteils. Heute dienten wir dem Ministry of Internal Order, um den Willen der Imperatorin in die dunkelsten Winkel zu tragen. An meiner Seite flog Ordensbruder Calteidar und ein Suchender namens Ming Bao.

Es war ein seltener Anblick, unsere kleine Prozession. Mein Ordensbruder Calteidar führte eine Praxis ins Feld. Ein seltsames Schiff, geschmiedet von der Society of Conscious Thought. Es ist kein Werk amarrischer Schiffsbaukunst, sondern ein goldenes Enigma – eine gewaltige Scheibe, durchzogen von fremdartiger Geometrie und unbekannter Technologie. In den Händen eines Ungläubigen wäre es ein Frevel, doch unter Calteidars Führung wirkte es wie ein fremdes Instrument, das dennoch das Lied des Glaubens zu spielen vermochte. Ming Bao steuerte eine Myrmidon. Ein vertikaler Rumpf, typisch für die Sittenlosen der Gallente-Föderation, ein Nest für Drohnen. Doch der Geist des Piloten war edler als der Stahl, der ihn umgab.

Dann kamen die Schatten. Die Sansha – diese kybernetischen Abominationen, Sklaven eines gebrochenen Meisters – versuchten, unser Licht zu ersticken. Sie fluteten den Raum, Welle um Welle, wie Ungeziefer, das das Licht scheut.

Es war der Moment der Prüfung. Das Gewand der Tradition (Schild) der Praxis und der Myrmidon begann unter dem Ansturm der Häretiker zu reißen. Ihre Hüllen drohten zu brechen, und so befahl ich ihnen den Rückzug, auf dass sie ihre Gebete erneuern und ihre Systeme salben konnten. So blieb die Sanctus Iudex allein zurück.

In diesem Moment war mein Schiff kein Marauder mehr. Es war der Fels Petri. Ich aktivierte das Bastions-Modul. Der Antrieb verstummte. Die Sanctus Iudex verankerte sich in der Realität selbst. Unbeweglich. Unbeugsam. Ein goldener Turm in der Brandung der Verderbnis. Sie feuerten auf uns. Hunderte von ketzerischen Strahlen trafen auf meine Hülle der Rechtschaffenheit, doch sie prallten ab wie Regen an einer Kathedrale. Wir antworteten. Nicht mit Wut, sondern mit Präzision. Meine Laser, gespeist von Kristallen der Reinheit, zogen Linien des absoluten Urteils durch das Dunkel. Jedes Aufleuchten war eine Läuterung. Jede Explosion war ein ‘Amen’. Wir tilgten sie vom Antlitz des Systems, bis nur noch Wrackteile zeugten von ihrem Frevel.

Wir waren erfolgreich. Doch der größte Sieg wurde nicht mit Lasern errungen, sondern durch das Vorbild. Ming Bao, Zeuge der Standhaftigkeit der Sanctus Iudex und der Macht der Assimian Legion, hat erkannt, wo die wahre Stärke liegt. Er hat den Pfad der Irrfahrt verlassen. Noch im Rauch der Schlacht legte er den Eid ab. Er ist nun einer von uns.


“So wie das Gold im Feuer geläutert wird, so wird die Seele in der Schlacht geprüft. Wer standhaft bleibt, wird das Licht sehen.”Schriften des Heiligen Jamyl I., Buch der Prüfungen.


Gebet für den neuen Bruder:

Oh heiliger Thron, Wir danken Dir für die Führung dieser Seele. Ming Bao war ein Blatt im Wind, nun ist er ein Stein in Deinem Mosaik. Möge sein Wille so hart sein wie unsere Panzerung. Möge sein Glaube so brennend sein wie unsere Laser. Wir nehmen ihn auf in die Reihen der Assimian Legion, auf dass er diene, bis sein Licht zur Ewigkeit zurückkehrt. Amarr Victor.

Valeria Darken | Novitia Scriptix auf der Sanctus Iudex | Assimian Legion

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Wen Ihr auch Teil von Assimian Legion werden wollt, schreibt uns doch Ingame an .. Besucht unseren Public Channel oder trefft uns auf Discortd … Wir freuen uns …

Zeitindex: YC 128 Ort: In den geheiligten Grenzbereichen, wo die Flamme der Wahrheit neue Dochte findet.

Seht in die Schwärze zwischen den Sternen – sie ist nicht leer. Sie ist ein unbeschriebenes Blatt in der Chronik der Schöpfung, darauf wartend, dass wir die Worte des Throns mit dem Feuer unserer Rechtschaffenheit hineinbrennen. Die Assimian Legion hat ihr Banner tiefer in die Grenzwelten getragen, hinein in jene Zonen, die der Profane als „Low-Sec“ bezeichnet. Doch für uns gibt es keinen rechtsfreien Raum; jeder Kubikkilometer dieser Leere ist und bleibt geheiligtes Amarr-Territorium, auch wenn die Hand der Ordnung dort nun durch neue Bündnisse gefestigt wird.

Wir errichten dort ein zweites Standbein, eine Bastion der Reinheit innerhalb des von unseren Verbündeten behüteten Raumes. Die Schöpfung belohnt unseren Mut mit ihren kostbarsten Gaben: Wir werden das Blut der Sterne aus den Gaswolken filtern und die Knochen der Welten – das seltene Mondgestein und die edelsten Erze – dem Staub entreißen, um sie dem Dienst am Thron zuzuführen. Nichts soll den Ungläubigen bleiben; alles wird durch unsere Hände geheiligt.

In diesem heiligen Bestreben stehen wir in einer Koalition aus Gleichgesinnten. Es sind tapfere Recken, deren reinigendes Licht sich mit dem unseren zu einem alles verzehrenden Weltenbrand vereint. Sie teilen mit uns ihre geheiligten Liturgien des Krieges und ihr Wissen um den Exorzismus der Ketzerei. Gemeinsam werden wir lernen, wie wir die Schilde des Glaubens noch fester schließen, wenn die Schatten der Invasoren nach uns greifen. Jeder Schuss, den wir gemeinsam abgeben, ist ein Vers in einem ewigen Lied der Läuterung.

Die Tradition lehrt uns: „Ein Fundament aus Glauben hält selbst im Mahlstrom der Sünde stand.“

Unsere Hüllen sind gesalbt, unsere Seelen gestählt. Möge die Flamme der Wahrheit niemals erlöschen, bis auch der letzte Winkel dieser Leere im Glanz der Tradition erstrahlt.

Valeria Darken
Novitia Scriptix des Assimian Legion Ordens
Erbtochter des Hauses Darken
Versiegelt am 15. Tag des Läuterungsmonds, Zyklus 128

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