Kahah-Aufstände: “Massaker sind eine humanitäre Krise”, sagen Demonstranten der Republik und Föderation
25.10.2018 18:28 von Lina Ambre
Kahah, Khanid Kingdom – Nachdem ein offensichtlicher Anschlag der Blood Raider, bei dem die Chemikalie “Deathglow” benutzt wurde, weitreichende Sklavenaufstände im Kahah-System ausgelöst hat, und nach Befürchtungen, dass Königin Zidarez Khanid getötet worden sein könnte, haben brutale “Befriedungs”-Einsätze der Khanid-Streitkräfte Proteste in ganz New Eden entfacht. Die Lage in dem System wird weithin als eine humanitäre Krise betrachtet.
Als eines der Hauptzentren der Nahrungsmittelproduktion mit einigen der größten sklavenhaltenden Betriebe im Königreich stellt Kahah eine ungewöhnliche Herausforderung für die Khanid-Truppen dar, und trotz des Bombardements sehr vieler Sklavenbezirke nimmt die Aktivität der Rebellen weiter zu. Es wird behauptet, dass das Khanid-Militär zwischen Rebellen und Sklaven keinen Unterschied macht, und es wird berichtet, dass in Bevölkerungszentren, die ursprünglich nicht das Ziel der Deathglow-Anschläge waren, jetzt eigene Aufstände stattfinden. Kräfte der Rebellen haben sich auch besser organisiert und Berichten zufolge Zugang zu mehreren Waffenlagern verschafft.
Proteste gegen das Imperium und das Königreich sind in Städten auf mehreren der Hauptplaneten zusammengekommen und die Demonstranten nennen die Ereignisse die “Kahah-Massaker”. Verschiedene humanitäre Gruppen und Mitglieder der Regierungen der Republik und der Föderation fordern zum Handeln auf. “Adelsherren der Khanid nennen ihre Einsätze, die Aufstände zu befrieden, ‘die Tilgung von Ungeziefer’”, sagte Anallan Kevier, Staatsratsmitglied in Bourynes für das Bezirksparlament von Nexus. “Das sind nicht die Worte, die man benutzt, wenn man nur einen Aufstand niederschlägt. Das ist ein massenhaftes Abschlachten.”
Kevier sagte auch, dass die Föderation die Amarrische Sklavenhaltung für zu lange Zeit toleriert hat. “Das letzte Mal, als jemand von so hohem Rang wie Königin Zidarez getötet wurde, haben sie ein ganzes Volk ausgelöscht. Sie hat überlebt, aber das scheint für die Khanid keine Rolle zu spielen. Wie oft müssen wir uns so etwas noch ansehen, bevor wir aufwachen? Es wird Zeit für den Rest des Clusters – ja, auch für die Caldari –, zu verlangen, dass das Imperium und seine Verbündeten diese barbarische Praxis beenden.”
Imperiale Quellen wie auch einige Gruppen außerhalb des Imperiums haben Einmischungen durch Kapselpiloten die Schuld an der Verschärfung der Lage gegeben. The Scope hat erfahren, dass die Souveränität des Khanid-Luftraums mehrfach illegal und mit der Absicht verletzt wurde, Sklaven zu evakuieren, und mehrere größere Rebellengruppen im ganzen Kahah-System scheinen Hilfe von Aufständischen zu erhalten, die von Kapselpiloten unterstützt werden. Mehrere Kapselpiloten der Minmatar, darunter Mizhara Del’thul und Teinyhr, haben öffentlich die Verantwortung für die Entsendung von Einsatzkräften in das System übernommen.
Es ist unklar, wie viele Schiffe durchgekommen sind. Nachrichtenkanäle des Imperiums bestreiten, dass irgendein unauthorisiertes Schiff überlebt hat, aber Berichte von der Oberfläche haben angedeutet, dass mehrere Schiffe in Minmatar- und SOE-Design die Luftverteidigung erfolgreich durchdringen konnten.
Ebenfalls sind Kolonien, die humanitäre Hilfe leisten, von Kapselpilotin Thaila Lemrenoy von MHE Industries auf der Oberfläche errichtet worden. Einheimische Militärstreitkräfte haben Truppen verlegt, um diese Einrichtungen zu umzingeln, und gedroht, sie zu zerstören, falls sie auf irgendeine Weise genutzt werden sollten, welche die Bedingungen der Verordnung für die Unabhängige Planetarische Verwaltung der SCC (SCC Independent Planetary Management Act) verletzt.
Lemrenoy hat außerdem eine Flotte organisiert, welche Transporte über Kahah III durchführt. Es wird angenommen, dass diese Flotte an Rettungseinsätzen beteiligt war. Der Flotte wurde später von Sardar Marshal Soshan Fayez, Kommandant der 7. Asbara Cyber Knights, befohlen, jegliche Unterstützung für eine Evakuierung oder humanitäre Hilfe für Kräfte der Rebellen zu unterlassen. Sardar Marshal Fayez wurde von Kapselpiloten der Amarr-Unternehmen PIE Inc. und Societas Imperialis Sceptri Coronaeque unterstützt.